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Obmann im AK Schall

Michael Rose ist Obmann des Arbeitskreises Schall des Bundesverband Estrich und Belag (BEB).
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Welcher Estrich ist der "Richtige"

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Welcher Estrich der richtige Estrich ist, lässt sich nicht grundsätzlich und pauschal beantworten.

Die Bindemittel geben den Estrichen ihren Namen. Bestehen die Bindemittel aus Zement oder Anhydrit, dann bezeichnet man diese Estriche als Zementestriche oder Anhydritestriche. Die Bindemittel und Zuschläge, die Zusatzstoffe oder Zusatzmittel bestimmen die technischen Eigenschaften und den Preis. Häufig gelingt es durch entsprechende Zusatzmittel oder Zusatzstoffe, auch zusätzliche Eigenschaften zu erzielen.

 

Die Bindemittel Zement und Anhydrit, bzw. Calziumsulfat haben den größten Anteil im Wohn- bzw. Gewerbebau. Kosten und Nutzen stehen hier meist im besten Verhältnis zueinander.
Soll möglichst geringes Gewicht erreicht werden, können Steinholzestriche große Vorteile haben. Schnelle Begehbarkeit und Belegbarkeit ist mit Schnell- und Gussasphaltestrichen oder Trockenaufbauten zu erreichen. Die höchsten Festigkeiten werden mit Kunstharzsystemen erreicht.

 

Magnesiaestriche sind im Gewerbe- und Industriebau als direkt nutzbare Systeme ebenso, wie Kunstharz oder kunstharzmodifizierte Estriche beliebt. Steht die hohe Einbaugeschwindigkeit im Vordergrund, wie auf Hohlraumböden oder Trennlagen, sind Fließestriche die erste Wahl. Abhängig vom Bindemittel unterscheidet man auch hier in Zementfließestriche oder Anhydritfließestriche.

Weitere zusätzliche Parameter für die "richtige Wahl"

- sollen Fußbodenheizungen eingebaut werden?
- wo kann / muss die Abdichtung oder Dampfsperre, bzw. Dampftbremse angeordnet werden?
- wie stark ist der Gesamtaufbau?
- welche Lasten in Art und Gewicht muss der Estrich aufnehmen?
- welche Bodenbeläge sind geplant?
- sind verschiedene Beläge / Belagskombinationen erforderlich oder gewünscht?
- soll der Estrich pigmentiert werden?
- liegt der Estrich direkt auf einer Rohdecke oder sollen Wärme- und Schalldämmungen berücksichtigt werden?
- Brandverhalten
- spätere Entsorgung / Rückbaumöglichkeiten
- müssen quellen und schwinden besondere Berücksichtigung finden?
- Feucht- oder Nassraum

 

Diese Liste lässt sich fast endlos erweitern. Meist sind es Kombinationen, die den richtigen Estrich ausmachen. Jedenfalls kann keine pauschale Antwort gegeben werden. Alle Estriche / Unterkonstruktionen haben ihre Berechtigung und erfordern eine genaue Planung.

Fazit

Estriche sind den vielfältigsten Belastungen ausgesetzt und können die verschiedensten Anforderungen erfüllen.

Planung, Fachwissen und die richtigen Fragen stehen am Anfang und dienen der Entscheidungsfindung. Doch sind dies nur die Grundlagen.

Entscheidend über Erfolg und Misserfolg ist der fachgerechte Einbau. Nur die sorgfältige Verarbeitung sorgt letztlich dafür, dass die richtige Wahl auch den erhofften Erfolg bringt. Deshalb sollten Sie sich bei der Entscheidung unbedingt für ein Fachunternehmen entscheiden. Die Estrichfachunternehmen haben die Erfahrung und Kompetenz. Beste Voraussetzung für das Gelingen der Fußbodenkonstruktion ist, dass der komplette Aufbau, bestehend aus Abdichtung, Dampfsperre, Wärme- und Trittschalldämmung, Lastverteilerschicht (Estrich) und Bodenbelag aus einer Hand kommen.

 

Skizzen über mögliche Estrichaufbauten und Grundlagen s. a. KonstruktionenFugen und Risssanierung.

 

Lesen Sie weiter bei Feststellung der Restfeuchte - Die CM-Messung

 
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